Bauzinsen: Zinsen vergleichen und die Zinsentwicklung verstehen
Was versteht man unter Bauzinsen?
Der Zins ist grundsätzlich der Preis für die zeitlich begrenzte Überlassung von Geld.
Bei der Immobilienfinanzierung wird zwischen Nominalzins und
Effektivzins unterschieden.
Der Nominalzins ist der vertraglich vereinbarte Zinssatz, mit dem ein Darlehen verzinst wird.
Der effektive Jahreszins hingegen berücksichtigt zusätzlich weitere Kostenbestandteile
(z.B. Gebühren) und ermöglicht dadurch einen besseren Vergleich verschiedener Kreditangebote.
Aus diesem Grund schreibt der Gesetzgeber nach der Preisangabenverordnung vor, dass
der anfängliche effektive Jahreszins im Darlehensvertrag ausgewiesen werden muss.
Bauzinsen gelten als einer der wichtigsten Indikatoren für den Immobilienmarkt.
Sind die Zinsen niedrig, steigt in der Regel die Bautätigkeit und die Nachfrage nach Immobilienkrediten.
Steigende Bauzinsen führen hingegen häufig zu einer Zurückhaltung bei Bau- und Kaufvorhaben.
Ein regelmäßiger Überblick über die Entwicklung der Bauzinsen ist daher sowohl für Bauherren
als auch für Käufer und Investoren von großer Bedeutung.
Der Bauzins-Chart – Wie haben sich die Bauzinsen entwickelt?
Die drei wichtigsten Einflussfaktoren auf Bauzinsen
1. Die Zinsbindung beeinflusst die Höhe der Bauzinsen
Die Zinsbindung legt fest, über welchen Zeitraum der vereinbarte Zinssatz unverändert bleibt.
Diese Dauer wird bei Vertragsabschluss festgelegt und sorgt für Planungssicherheit.
Je länger die Zinsbindung (z.B. 20 oder 30 Jahre), desto höher fällt in der Regel der Zinssatz aus,
da sich die Bank gegen zukünftige Zinsänderungen absichert. Kürzere Laufzeiten bieten oft günstigere
Zinsen, bergen jedoch das Risiko steigender Anschlussfinanzierungen.
Daher empfiehlt sich ein ausgewogener Kompromiss zwischen niedrigen Zinsen und langfristiger Zinssicherheit.
Erwartet man steigende Zinsen, kann eine längere Zinsbindung sinnvoll sein. Bei fallenden Zinsen
hingegen bietet eine kürzere Laufzeit mehr Flexibilität.
2. Die Tilgungshöhe beeinflusst Laufzeit und Gesamtkosten
Die Tilgung beschreibt den Anteil des Darlehens, der regelmäßig zurückgezahlt wird.
Üblich sind anfängliche Tilgungsraten von etwa 2 bis 3 Prozent.
Steigen die Zinsen, entscheiden sich viele Kreditnehmer für niedrigere Tilgungsraten (z.B. 1 bis 2 Prozent),
um die monatliche Belastung zu begrenzen. Eine höhere Tilgung verkürzt zwar die Laufzeit,
kann jedoch mit einem leichten Zinsaufschlag verbunden sein.
3. Das Eigenkapital senkt den Bauzins
Ein hoher Eigenkapitalanteil reduziert den Finanzierungsbedarf und damit das Risiko für die Bank.
Dieses geringere Risiko wird in der Regel mit niedrigeren Bauzinsen belohnt.
Als Faustregel gilt: Je höher das Eigenkapital, desto günstiger die Finanzierungskonditionen.
Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar-, Grundbuch- und Maklerkosten sollten idealerweise
vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden.
Anbieter und Vergleich von Baufinanzierungen
In der folgenden Übersicht können Sie verschiedene Angebote zur Baufinanzierung vergleichen
und passende Konditionen ermitteln:
In folgender Übersicht können Sie hier Angebote zur Baufinanzierung miteinander vergleichen:
Rechtliche Hinweise: Der Vergleich bietet keinen kompletten Marktüberblick. Hauptrankingfaktor ist das Gesamtergebnis, welches anhand der Filtereinstellungen und den jeweiligen Produktkonditionen berechnet wird. Die Listung beginnt mit den größten Erträgen und endet mit den höchsten Kosten. Bei ertrags-/kostengleichen Produkten wird zusätzlich die Abschlussquote berücksichtigt. D. h. Produkte, die im Verhältnis zu den Aufrufen hier öfter gewählt werden, sind höher platziert. Leider können wir Bewertungen, die wir mitunter extern beziehen, nicht auf Echtheit prüfen.