
Bedeutung und Auswirkungen auf den Mietwohnungsmärkten - Bild: BBSR
Möblierte und befristete Mietverhältnisse sind kein Randphänomen mehr
Damit betrifft in Städten dieser Größenordnung inzwischen etwa fast jedes dritte Wohnungsangebot eine möblierte und nur auf Zeit vermietete Wohnung.
Die Forscher sehen in den Ergebnissen einen Zusammenhang mit der Einführung der Mietpreisbremse 2015 und eine gezielte Verlagerung von Wohnungsangeboten in ein weniger stark reguliertes beziehungsweise intransparentes Marktsegment. „Die Daten sprechen dafür, dass ein Teil des unmöblierten Mietwohnungsangebots in das möbliert und befristet vermietete Segment verschoben wird, um die Mietpreisbremse zu umgehen“, so Schürt.Möblierte und befristete Mietverhältnisse sind kein Randphänomen mehr, sondern prägen den Wohnungsmarkt in den Metropolen zunehmend. In kleinen und mittleren Großstädten, in städtischen Kreisen sowie in ländlichen Räumen liegt der Anteil dagegen seit Jahren auf einem deutlich niedrigeren und weitgehend stabilen Niveau. - Alexander Schürt, BBSR-Wohnungsmarktexperte
Durchschnittliche Angebotsmiete für möblierte Zeitwohnungen erhöht sich um mehr als 80 Prozent
Parallel dazu sind die Mieten in diesem Segment kräftig gestiegen. Bundesweit erhöhte sich die durchschnittliche Angebotsmiete für möblierte Zeitwohnungen zwischen 2012 und Ende 2024 um mehr als 80 Prozent auf über 27 Euro je Quadratmeter. In Städten mit Mietpreisbremse lagen die Preise zuletzt bei gut 30 Euro, in Städten ohne Mietpreisbremse bei rund 21 Euro. Besonders stark fielen die Anstiege im Neubau sowie bei gewerblichen Anbietern aus, während sich privat vermietete möblierte Wohnungen deutlich moderater verteuerten. Grundlage der Untersuchung waren mehr als 17,2 Millionen Online-Mietinserate aus den Jahren 2012 bis 2024, im Schnitt rund 300.000 pro Monat. Das BBSR will die Entwicklung in einer Folgestudie weiter analysieren, um den Einfluss von Regulierung und Ausweichstrategien auf die Wohnungsmärkte genauer zu bestimmen.




